Ein Werkzeug der Qualitätskontrolle, das Ursachen und Wirkungen sichtbar macht — entwickelt in der Tradition japanischer Präzision und kontinuierlicher Verbesserung.
Kaoru Ishikawa, Professor an der Universität Tokyo und Pionier des japanischen Qualitätsmanagements, entwickelte das nach ihm benannte Diagramm in den 1960er Jahren. Es entstand im Kontext der japanischen Nachkriegsindustrialisierung, als Unternehmen wie Toyota nach systematischen Methoden suchten, um Produktionsfehler zu eliminieren.
Das Fischgrätendiagramm — so genannt wegen seiner charakteristischen Form — wurde zu einem der sieben grundlegenden Werkzeuge der Qualitätskontrolle und wird heute weltweit in Fertigung, Dienstleistung und Management eingesetzt.
Formulieren Sie das Problem präzise und messbar. Platzieren Sie es am »Kopf« des Fisches — rechts im Diagramm. Vermeiden Sie vage Beschreibungen.
Zeichnen Sie die Hauptgräten und beschriften Sie sie mit den 6M-Kategorien. Passen Sie die Kategorien bei Bedarf an Ihre Branche an.
Nutzen Sie Brainstorming im Team, um mögliche Ursachen zu identifizieren. Tragen Sie jede Ursache als Nebengräte ein. Fragen Sie stets »Warum?«.
Wenden Sie die 5-Warum-Methode an, um Wurzelursachen freizulegen. Fügen Sie Sub-Gräten für tieferliegende Zusammenhänge hinzu.
Priorisieren Sie die identifizierten Hauptursachen und entwickeln Sie gezielte Gegenmaßnahmen. Überprüfen Sie die Wirksamkeit mit Daten.